EsCoHalluTec®
- Die Hallux-Valgus-Einlage nach 
Definition des Hallux-Valgus:
Der
Hallux-Valgus ist die häufigste und bedeutsamste
Zehenfehlstellung beim Menschen. Sie ist charakterisiert durch
eine Abweichung der Großzehe im Grundgelenk nach außen und einer
Drehung der Zehe nach innen (Innenrotation). Häufig kommt es mit
der Zeit durch die Fehlbelastung des Gelenks zu einer
schmerzhaften Arthrose im Großzehengrundgelenk.
Ursachen des Hallux-Valgus
Der Hallux-Valgus entsteht durch ein Ungleichgewicht der
Muskelzüge. Die Großzehe wird ständig in Richtung der anderen
Zehen gezogen. Mit fortschreitender Achsenabweichung der Großzehe
ändert sich auch die Zugrichtung der Muskeln, die sie
üblicherweise nach medial ziehen und somit gerade halten. Statt
von den Zehen weg nach medial wird die Großzehe dadurch mit der
Zeit immer mehr fußsohlenwärts gezogen und einwärts gewendet.
Zusätzlich zieht die lange Strecksehne die Großzehe noch weiter
nach lateral und verschlechtert den Zustand weiter. Auch
genetische Ursachen spielen bei der Entstehung eine Rolle. Durch
Veränderung der Belastungszonen entstehen am inneren Fußrand
eine chronische, zunehmend schmerzhafte Schleimbeutelbildung und
eine vermehrte Knochenbildung. Der Schleimbeutel kann sich leicht
entzünden und verursacht dann Schmerzen.
Die Wirkungsweise der EsCo HalluTec®
Die EsCo HalluTec®-Einlage soll die Dysbalancen der Bänder im Großzeh ausgleichen
oder zumindest die negative Veränderung der Großzehe, das
seitliche, sohlenwärtige Abdrehen und das laterale Abrutschen aus
dem Zehengrundgelenk, stabilisieren oder sogar korrigieren. Dass
eine Korrektur möglich ist, zeigte eine Langzeitstudie auf, bei
der eine Rückführung der Großzehe bis zu 5 % erreicht wurde.
Die
Einlage erreichte nach etwa einmonatiger Tragedauer bei 85 % der
Patienten eine positive Veränderung bezüglich Gehwegeinschränkung, bedingt durch Zehenschmerz. Bei diesen
Patienten zeigte sich wieder eine verbesserte Lebensqualität
durch schmerzgelindertes oder schmerzloses Gehen.
Im postoperativen Bereich kann
die Einlage auf die Sohle des Verbandschuhs fixiert werden und
erwirkt beim Anziehen eine Positionssicherung des operierten Zehs.
Durch die druckfreie Positionierung der Einlage um das
Operationsfeld, wird die Wundheilung begünstigt.
Was geschieht bei der
Einlagenversorgung und wie wird diese durchgeführt?
Die Einlage besteht aus einem Materialgemisch verschiedener
Thermoplaste. Die Grundtechnologie ist die, der EsCombine®.
Die Einlage kann mittels niedriger Temperaturen (ca. 90 - 110 °
C) aktiviert und direkt am Patientenfuß angepasst werden. Wir
haben für die Grundausgangssituation einige Basisvarianten
vorbereitet, die eine flexible Ferse, einen relativ festen
Stützbereich des Längs- und Quergewölbes (mit dem Hallux-Valgus
ist meist ein sehr ausgeprägter Senk-Spreizfuß verbunden). Durch
eine individuelle Metatarsalpelotte wird das Quergewölbe
angehoben und die Grundgelenke entspannt.
Durch einen "Steg" wird die Großzehe positioniert, in
dem die bereits vorgegebene Umfassung des Zehs eine gerade
Ausrichtung bewirkt oder aber eine individuelle Anpassung, mittels
Gipsabdruck oder direkte Justierung am Zeh (nach Aktivierung der
Zehenlasche) erfolgt.
Der Vorfußbereich der Einlage ist so konstruiert, dass ein
Abrollen des Fußes über den so korrigierten Großzeh möglich
ist. Eine Verschiebung nach medial oder lateral des Großzeh
jedoch nicht.
Die Großzehenlasche wird
individuell durch Beschneiden mit einer Schere oder durch
abschleifen so an den Fuß angepasst, dass bei der Gangabwicklung
im Zehenbereich reibungslos erfolgen kann. Beim Tragen über den
Strümpfen hilft eine höhere Konfektionsgröße, den
Großzehensteg der Einlage zu umfassen.
Die Einlagen sind abwaschbar, so dass gerade im postoperativen
Bereich eine besondere Hygiene erreicht wird.
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